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Toelter Islandpferde vom Estetal

Über das Islandpferd  Unsere Pferde Poesie Links


Die Geschichte des Islandpferdes

Nordische Siedler, die um 800 nach Island kamen, brachten unter anderen Haustieren auch das Pferd mit.

Durch die isolierte Lage der Insel sowie durch ein frühes Gesetz, das den Import von Pferden verbietet und noch heute in Kraft ist, ist das isländische Pferd ein direkter Nachkomme des Landnehmerpferdes. Nach diesem Gesetz darf auch ein Pferd, das zu Wettbewerbszwecken ins Ausland geschickt wird, nicht zurück nach Island gebracht werden, sondern muß dort nach dem Wettkampf verkauft werden. Dieses Verbot gilt auch für Zaum- und Sattelzeug.

Bis zum späten 9. Jht. gab es auf Island weder Straßen noch Brücken. Das einzige Reise- und Transportmittel in diesem Land war das Pferd, das sich schnell an die veränderte Umgebung, in der sich Vulkanausbrüche und harte Winter die Hand gaben, gewöhnte.

Die fünf Gangarten des Islandpferdes

Das Islandpferd ist jahrhundertelang sowohl als Reitpferd als auch als Packpferd benutzt worden. Der Härte der isländischen Natur trotzend, besitzt das heutige Pferd all die Qualitäten, die der Isländer schätzt: Stärke, Widerstandsfähigkeit, Genügsamkeit, Ausdauer, es hat einen ausgeprägten Sinn für Richtung und ein ausgeglichenes Temperament, ist leichtfüßig und angenehm zu reiten. Das heutige Pferd ist zwar etwas größer und eventuell ansehnlicher, als in früheren Tagen, es hat aber das Erbgut des alten europäischen Pferdes bewahrt, nämlich alle fünf natürlichen Gangarten.

Diese Gangarten sind: SCHRITT, ein gleichmäßiger Viertakter, TRAB, ein Zweitakter, wobei die diagonalen Beinpaare gleichzeitig aufsetzen, GALOPP, ein Dreitakter, TÖLT, ein bemerkenswert weicher Viertakter, wo sich die Beine wie im Schritt bewegen, nur kann diese Gangart sowohl schnell als auch langsam geritten werden und schließlich der PASSGANG, ein Zweitakter, wo beide Beine einer Seite gleichzeitig bewegt werden.

Der Paß ist nach wie vor der Gang, der das größte Zusammenspiel zwischen Reiter und Pferd verlangt. Mit dieser Gangart muß beim jungen Pferd behutsam umgegangen werden und sie darf erst dann wirklich eingesetzt werden, wenn das Pferd alle Muskeln, die bei diesem fliegenden Gang zum Einsatz kommen, voll entwickelt hat, denn das Pferd kann dabei eine hohe Geschwindigkeit erreichen, daß es quasi fliegt, nachdem es sich mit zwei Beinen auf gleicher Seite von der Erde abgestoßen hat.

Paßrennen oder Wettkämpfe im Paßgang sind auf allen Pferde Turnieren in Island vertreten, sie verlangen hochqualifizierte Reiter und gehören zu den ältesten Arten des Pferdesports.

Zucht und Einreiten

Von Anfang an hat sich die Zucht größtenteils auf die Gangarten, das Temperament und den Gesamttyp konzentriert. Auf Ausstellungen bekommt das Pferd Noten für jedes einzelne dieser Attribute. Diese Noten bestimmen die Qualität der Hengste und Stuten und die Notengebung muß stattgefunden haben, bevor ein Pferd ins Stammbuch eingetragen werden kann. Alle Farben sind zugelassen. Zucht, die sich auf Farbe konzentriert, ist in Island fast unbekannt. Gesetze zur Pferdezucht sind seit Ende des vergangenen Jahrhunderts in Kraft und definieren sehr exakt Pflichten und Obligationen des Züchters.

Zuchtgruppen, mehrere Stuten und ein Hengst, werden auf großen Flächen gehalten, die eingezäunt sein müssen. Dies gilt ebenfalls für alle Hengste, die älter als 1 1/2 Jahre sind. Andere Pferde, jung oder alt, bewegen sich frei auf Allgemeinland oder auf Heimatweiden.

Das Einreiten es jungen Pferdes beginnt mit vier Jahren. Das erste Training dauert nicht länger als ein oder zwei Monate. Danach bewegt es sich wieder fast ein jahrlang frei, bevor es weiteres Training erhält, zum Reitpferd wird und Freude und Freundschaft ins Leben des modernen Menschen bringt. In Island glaubt man, daß es wichtig ist bei der Erziehung eines guten Reitpferdes, dem jungen Tier zu erlauben, sich frei mit anderen Pferden zu bewegen und so auf natürliche Weise zu lernen, den älteren zu gehorchen. Dadurch wird es empfänglicher für das spätere Einreiten Diese Pferde werden aufmerksamer und intelligenter, leichtfüßiger und sind einfacher zu erziehen als jene, die in zu engem Kontakt mit Menschen leben. Um alle guten Eigenschaften beizubehalten. ist es ebenso notwendig, daß ein Pferd jährlich zwei Monate lang nicht gebraucht wird und während dieser Zeit soviel Freiheit wie möglich genießt.

Clubs und Turniere

In Island gibt es eine Menge Reitclubs und alle arrangieren jährlich Treffen oder Pferdeturniere. Von Mai bis September findet an jedem Wochenende irgendwo ein solches Ereignis statt. Diese Clubs bilden den Verband der Reitclubs, der zusammen mit dem Landwirtschafsverband alle vier Jahre das nationale, fünf Tage dauernde Pferdeturnier (Landsmot) organisiert, das letzte fand 1995 statt. Auf dieser Schau sind die besten Hengste und Stuten des Landes zu sehen, ebenso die besten Tölter und Funfgänger. Dort konkurrieren auch die schnellsten Pferde im Lande im Paß und Galopp. Von überall her, auch aus dem Ausland, kommen Tausende, um an diesem Ereignis teilzunehmen. Die meisten bleiben alle fünf Tage, viele zelten. Ebenfalls veranstalten sie in jedem Landesviertel jährlich ein regionales Turnier. Bei diesen Gelegenheiten tauschen Pferde oft den Besitzer und mancher Besucher aus dem Ausland findet hier oder auf einer Zuchtfarm, die er während seines Aufenthaltes besucht, sein Traumpferd. Tausende von Islandpferden sind heute in Europa, U.S.A. und Kanada zu finden Jährlich werden mehr als tausend Pferde in verschiedene Länder exportiert. Clubs haben sich gebildet, die jährlich Turniere organisieren Diese Clubs haben eine internationale Gesellschaft für Freunde des Islandpferdes gegründet (FEIF), die alle zwei Jahre internationale Shows und Turniere veranstaltet. Diese Turniere können niemals in Island stattfinden, da der Import von Pferden streng verboten ist .

Video: Pferde aus dem Land von Feuer & Eis

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Unsere Pferde:

Glanni  

Glanni (Fuchs)
Vater: Gneisti Mutter: Fjola
VV/FF: Gilfi v. Ponsheimer Hof MV/MF: Trausti
VM/FM: Aska MM: Lilja

Frimann (Dunkelbraun)
Vater: Frimann fra Eyrarbakka Mutter: Freyja f. Sandho
VV/FF: Flosi f. Brunnum MV/MF: Thokki f Gardi
VM/FM: Perla j. Haga MM: Flikka f. Sandholaferju

Elisa v. Theresienhof (Braun)
Vater: Hlorridi v. Odinshof Mutter: Elska de Bourbo
VV/FF:  Hrimfaxi f. Oexl MV/MF: Hattur f. Kirkjubaer
VM/FM: Orka MM: Skor fra Skardi

Hafdis aus dem Glasmoor (Rappe)
Vater: Glaesir aus d. Glasmoor Mutter: Hamingja aus d. Glasmoor
VV/FF: Gambri v. Guggenberg MV/MF: Örvar f. Uppsölum
VM/FM: Nad MM: Fjoedur v. Hohemrieth

Ofsi aus dem Glasmoor (Braun)
Vater: Ormur aus d. Glasmoor Mutter: Noa aus d. Glasmoor
VV/FF: Oern aus d. Glasmoor MV/MF: Gambri v. Guggenberg
VM/FM: Fjoedur v. Hohenrieth MM:  Nad

Nanna aus dem Glasmoor (Fuchs)
Vater:  Gambri v. Guggenberg Mutter:  Nad
VV/FF: Glofaxi f. Sandolaferju MV/MF:  Pjassi f. Kirkubae
VM/FM: Silfurta MM: Nös f. Sandholaferju

Nautilus aus dem Glasmoor (Schwarzbraun)
Vater: Ormur aus d. Glasmoor Mutter: Nad
VV/FF:  Oern aus d. Glasmoor MV/MF: Pjassi f. Kirkubae
VM/FM:  Fjoedur v. Hohenrieth MM:  Nös f. Sanderholaferju

Feykir (Windfarben)
Vater:  Kafteinnsson v. Lindenhof Mutter: Elisa v. Theresienhof
VV/FF: Kaftein MV/MF: Hlorridi v. Odinshof
VM/FM: Frekja MM: Elska de Bourbo

Glanni

Glanni  von Skard (Isländer †)
Vater Svipur v. Akureryri No. 385 Mutter: Hela v. Bakkakot
VV/FF: Nökkvi v. Hólmur No. 260 MV/MF: Hrani v. Bakkakot
VM/FM: Perla v. Akureyri MM: Krulla v. Bakkokot

Rodi

Rodi (Isländer †)
                                                                               
       
       

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Poesie

Islandpferde
Da stehen sie, Denkmälern gleich
mit dem Rücken zum Wind
stumm und doch vielsagend
unbewegt und doch bewegend ausdrucksvoll
- so trotzen sie der klirrenden Kälte
Eiszapfen schmücken ihre zersausten Mähnen
Schneeflocken fallen weich auf den winterlichen Pelz
und der Wind erzählt von ihren Sehnsüchten
- so harmonieren sie mit der Natur.
(D. Hege-Treskatis)

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