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Es ist nicht nur "in" über unseren Umgang mit der Natur nachzudenken, sondern "out" wenn man es versäumt!

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Die Rückkehr zur Natur nimmt in der Bevölkerung ständig zu. Lange schon sind es nicht nur die Öko-Freaks, die auf unbehandelte Nahrungsmittel Wert legen. Immer mehr Menschen sehen, daß sich die Eingriffe in die Natur früher oder später auf die Menschen auswirken.

Ein Drittel unserer Zivilisationskrankheiten sind ernährungsbedingt, weil unsere Nahrung mehr und mehr durch Agrofabriken und Lebensmittelindustrie verändert wird. In zunehmenden Maße werden krankmachende Laborprodukte produziert und konsumiert, die eines Tages zu schweren gesundheitlichen Beschwerden führen können. Beispiele wie Massentierhaltung oder Verfütterung von Fleischmehlen an Pflanzenfresser führten in letzter Zeit zum Ausbrechen von Krankheiten, die auch für den Menschen eine Gefahr darstellen (Salmonellen, Schweinepest, BSE). In jüngster Zeit machen die Futterzusätze wieder von sich Reden. So lassen sich z.B. krebserregende Nitroimidazole in Schweine- und Putenfleisch nachweisen. Die Verfütterung verschiedener Antibiotika als Mastfutter stellt außerdem eine wesentliche Ursache für das immer häufigere Auftreten von resitenten Krankheitserregern dar. Diese Keime können dann selbst mit den letzten Notfallantibiotika der Krankenhäusern nicht mehr behandelt werden.

Aber nicht nur von Nahrungsmitteln können Gefahren für den Menschen ausgehen. Unser tägliches Leben wird in zunehmenden Maße von Subtanzen beeinflußt, die als Auslöser von Allergien, Asthma bis hin zum Krebs gelten.

Von den rund 8000 unterschiedlichen Textilhilfs- und Farbstoffen werden z.B. 30 % als gesundheitsgefährlich, 20 % als sensibilisierend und 15 % als hautreizend eingestuft. Die größte Allergiegefahr geht dabei von den Farbstoffen aus, von denen 60-70 % Azofarbstoffe sind. Besonders für Babies und Kleinkinder sind daher Naturtextilien zu empfehlen, die den strengen Richtlinien des "Arbeitskreises Naturtextil" entsprechen, d.h. die verwendeten Rohstoffe sind weder mit Pestiziden, noch mit Konservierungsstoffen ausgestattet, die Kleidung ist ungefärbt und nicht chemisch ausgerüstet.

Auch die häusliche Umgebung kann die Gesundheit beeinträchtigen. Radioaktive Strahlung durch das Edelgas Radon, das aus einigen Baustoffen oder aus dem Erdreich dringt, sowie verschiedene Substanzen, die aus Wänden, Böden, Teppichen, Tapeten, Möbeln und Gardinen kommen, belasten unserere tägliche (Wohn-)Umgebung. Holzdecken mit giftigen Schutzmitteln gestrichen, Dächer mit gefährlichen Mineralfasern gedämmt, Thermotapeten aus krebserregendem Asbest oder PVC als Fußbodenbeläge tragen zu einem ungesunden Wohnen bei. Wollteppichböden sind mit Mottenschutzmitteln (Permethrin, Eulan, Mitin) behandelt, die gefährliche Nervengifte darstellen.Wenn Teppichböden mit lösemittelhaltigen Kleber verlegt wurden, lagern sich die ausgasenden Substanzen im Fettgewebe des Körpers ab und greifen Nerven, Leber und Kreislaufsystem an. Zum Teil sind sie auch krebserregend.

Besonders bei dem Bau oder bei der Renovierung von Häusern oder Wohnungen sollte man daher ein besonderes Augenmerk auf die Materialen legen. Fachmännische Beratungen erhält man dazu in Öko-Baumärkten oder von Baubiologen.

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Elektrosmog

Elektrische bzw. eltromagnetische Wellen und Felder, wie sie bei elektrischen Geräten und bei Leitungen auftreten, kann der Mensch nicht wahrnehmen. Immer häufiger aber zeigen sich die Auswirkungen dieser energiereichen Wellen und Felder auf das Wohlbefinden des Menschen. Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Konzentrationsmangel, Schlafstörungen bis hin zu chronischen Schmerzen sind typische Folgeerscheinungen des anhaltenden Elektosmogs.

Josef Kirschwink fand am Anfang des 20. Jahrhunderts heraus, daß das menschliche Gehirn eine Vielzahl kleiner Magnet-Kristalle enthält. Der Neurologe Ross Adey untersuchte die Kalzium-Ionen, die bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen und bei verschiedenen Signalübertragungen ein besondere Rolle spielen. Ihr Austausch wurde im Experiment durch elektrische Felder beeinflußt. Versuche an Ratten zeigten einen Einfluß von schwachen Magnetfeldern auf das Hormon Melatonin. Das Melatonin wird in der Zirbeldrüse gebildet, es steuert den Schlaf- Wach- Rhythmus und zeigt eine eine krebshemmende Wirkung. Professor Peter Semm hat durch Anwendung starker künstlicher Magnetfelder, die das natürliche Erdmagnetfeld störten, eine "abrupte Hemmung der nächtlichen Melatoninproduktion" bei Menschen beobachtet.

Wenngleich eine direkte Erklärung für das Auftreten der Folgeerscheinungen des Elektrosmogs bisher nicht gefunden wurde, können selbst kritische Wissenschaftler einen Zusammenhang nicht abstreiten. Es ist daher angebracht den Elektrosmog weitgehend zu reduzieren:

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Rauchen

"Rauchen gefährdet die Gesundheit" steht auf jeder Zigarettenschachtel. Jeder weiß es aber, wer nimmt das schon ernst. Kaum jemand ist wirklich über die Folgen des Rauchens informiert

In Zusammenhang mit dem Rauchen denkt jeder zuerst an das Nikotin. Das Nikotin wird über die Teerpartikel in die Lunge getrieben und gelangt innerhalb kurzer Zeit ins Gehirn. Nikotin entfaltet eine beruhigende Wirkung, die Teerpartikel sorgen für Geschmack und Gesundheitsschäden.

Das Nikotin selbst ist eines der stärksten pflanzlichen Gifte (Tödliche Dosis = 50mg). Die Dosis beim Rauchen ist aber eher harmlos. Nikotin hat aber ein starkes Suchtpotential und kann genau so abhängig machen wie Morphium oder Kokain.

Neben dem Nikotin kommen unzählige giftige, krebserregende und radioaktive Stoffe im Tabakrauch vor. Von den ca. 3800 Substanzen sind aber nur wenige untersucht (z.B. giftig: Acetonitril, Kohlenmonoxid, Blausäure, Pyridin, Naphthalin, Xylol, Styrol; krebserregend: Teer, Arsenverbindungen, Benzo(a)pyren, Dioxine, N-Nitrosamine, Hydrochinon, Benzol, Hydrazin, Formaldehyd, Cadmium; radioaktiv: Polonium-210)

Diese und viele andere Inhaltsstoffe führen zu den bekannten Krankheiten: Das Risiko an Herz-, Kreislauferkrankungen (Ateriosklerosen, Thrombosen) zu sterben ist bei Rauchern besonders hoch. Es treten Gefäßerkrankungen auf und Raucherbein, Herz- oder Hirninfarkt sind die Folge (besonders bei Frauen die mehrere Jahre die Pille genommen haben).

Rauchen ist die wichtigste vorzeitige Todesursache in der entwickelten Welt. Die Menge des Tabakkonsums und das Risiko, an Herz-Kreislauferkrankungen zu sterben korrelieren direkt miteinander. Raucher sind besonders stark gefährdet an Zungen-, Mundhöhlen-, Rachen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Magen-, Pankreas-, Zervix-, Nieren-, Ureter-, Blasen- und Lungenkrebs zu erkranken. Jeder zweiter Raucher stirbt an seiner Sucht. Kinder von rauchenden Eltern haben ein 50 mal höheres Risiko an Leukämie zu erkranken als Kinder aus der Vergleichsgruppe die keinem blauen Dunst ausgesetzt sind.

Amerikanische Wissenschaftler haben erstmals nachgewiesen, daß Rauchen ein für die Krebsabwehr zuständiges Gen schädigt. Das berichtet das Magazin "Science". Das beim Rauchen entstehende Benzo(a)pyren beschädigt demnach das Gen P-53, das beim Menschen krebsvorbeugend wirkt. Damit sei neben statistischen Zusammenhängen und Testergebnissen bei Tieren auch der genetische Beweis erbracht, daß das Rauchen krebserregend wirke, schreiben die Forscher. Auf Defekte des Gens P-53 seien die Hälfte aller Krebserkrankungen und 70 Prozent der Lungenkrebsfälle zurueckzuführen.

Rauchen beeinträchtigt die Libido (Impotenz), die Haut altert früher und die Wechseljahre setzen früher ein. Alzheimer tritt bei Rauchern häufiger auf.

Tests am Computer und Fahrsimulator zeigten, daß Nichtraucher höhere Leistungen erbringen als Raucher (Kohlenmonoxid als Leistungshemmer). Die Zeitung „Auto/Straßenverkehr" berichtet, daß Raucher 50% mehr Unfälle im Straßenverkehr verursachen als Nichtraucher.

Der Zigarettenrauch ist der Luftverpester Nummer Eins! Gefährlicher als schlagzeilenträchtige Stoffe wie Asbest, Dioxin oder Formaldehyd. Kopfschmerzen, Schwindel, Augenbrennen, Atembeschwerden etc. sind in Verbindung mit dem Passivrauchen bekannt. Daneben führt es aber auch zu einem höheren Krebsrisiko. So werden ca. 400 Lungenkrebstodesfälle in Deutschland allein auf das Passivrauchen zurückgeführt. Auch das Herzinfarkt-Risiko steigt bei Passivrauchern beträchtlich an. Insbesondere bei Kinder zeigten sich außerdem Störungen der Leberfunktion.

Rauchen in der Schwangerschaft wirkt sich auf die Intelligenz von Neugeboren aus. Es ist auch ein gravierender Risikofaktor für Mißbildungen, Fehlgeburten und für den Plötzlichen Kindstod. Daneben steigt das Risiko für Krebserkrankungen (z.B. Leukämien) und ADHD (Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität) bei den Kindern.

Neben den gesundheitlichen Schäden sind auch Umweltschäden und wirtschaftliche Schäden durch Rauchen zu nennen. Hier v.a. die Rolle als Luftverpester Nummer Eins: Rauchen im Büro führt zu höheren Staub, NOx SO2, CO-Werte als im Industrie-Revier. Achtlos weggeworfenen oder ausgetretenen Kippen führen zu einer Verschmutzung der Umwelt. Dazu kommt, daß die Glimmstengel oft Brände (z.B. Flächen-,Wald-, Haus-, Firmenbrände) auslösen und damit neben der Umweltverschmutzung auch zu einem großen wirtschaftlichen Schaden (Ruin) führen.

Dadurch, daß Raucher häufiger krank sind, eher zu Frühinvaliden werden und früh sterben errechnet sich ein großer sozialpolitischer Schaden. Einige Stimmen behaupten zwar, daß die Raucher die Rentenkasse weniger belasten und daß ihre Konsumsteuer die Kosten leicht wieder einbringen. Diese Rechnung geht allerdings nicht auf, denn es zeigt sich, daß ein Gesamtschaden am deutschen Bruttosozialprodukt von mehr als zwei Mrd DM in der Summe übrigbleibt.

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Dämmstoffe

Erst relativ spät wurde erkannt, daß Asbest als Baustoff denkbar schlecht geeignet ist. Seine krebsauslösende Wirkung führte dazu, das viele "asbestverseuchte" Gebäude nicht mehr genutzt wurden oder aufwendig saniert werden mußten. Die kanzerogene Wirkung wird durch die stabilen Asbestfasern verursacht, die sich aus dem Baustoff lösen und in die Atemluft des Menschen gelangen.

Ähnliche Fasern stehen nun ebenfalls unter dem Verdacht Krebs auzulösen. Dazu gehören in erster Linie Dämmstoffe aus Mineral- oder Glasfasern. Das Bundesarbeitsministeriums hat deshalb eine technische Regel für Gefahrstoffe (TRGS) erlassen. Danach werden Glas-, Stein-, Keramik- und Schlackefasern, die länger als fünf Mikrometer, dünner als drei Mikrometer und mindestens dreimal so lang wie dick sind, als krebsauslösend eingestuft. Neben der Fasergröße besitzt auch ihre Beständigkeit im Körper eine Einfluß auf die Kanzerogenität. Je schneller sich die Fasern in der Lunge auflösen, desto geringer ist ihr krebsauslösendes Potential.

Wissenschaftlern ist natürlich klar, daß die Wahrscheinlichkeit einer Krebsentstehung kontinuierlich ansteigt und sich nicht durch Grenzwerte einstufen läßt. Es ist daher zu empfehlen auf solche faserhaltigen Dämmstoffe weitgehend zu verzichten, auch wenn ihre Eigenschaften unter den Grenzwerten liegen. Alternativen finden sich in Materialen aus Schafwolle, Kokos, Zellulose und Kork, die ähnlich gute Dämmwerte zeigen wie die Mineralfasern. Auch die Fassadenbegrünung trägt zum Wärmeschutz bei. Grundsätzlich sollte man aber nur Dämmstoffe verwenden, die eine baurechtliche Zulassung haben.

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Plüschtiere

Die meisten Plüschtiere enthalten schädliche Substanzen, die nicht in Kinderhände gehören. Dazu zählen in erster Linie krebserzeugende Azofarbstoffe und Amine. Diese Stoffe gelangen in den Körper der Kinder, da sie ihr Spielzeug oft in den Mund nehmen und diese Stoffe bereits über die Haut aufgenommen werden.

Manche Plüschtiere besitzen Glasaugen, die sich leicht ablösen können und dann von den Kindern unter 3 Jahren verschluckt werden können. (Empfehlenswert sind Augen aus Holz)

Die vorgeschriebene Entflammbarkeit wird z.T. durch Flammschutzmittel erreicht, die ebenfalls ein Gesundheitsrisiko darstellen. So können halogenorganische Verbindungen bei der Verbrennung Dioxine bilden.

Einige Plüschtiere enthalten bedenkliche Konzentrationen an Schwermetallen (Antimon, Nickel). Andere werden bei Reibung leicht auf einige tausend Volt aufgeladen, wobei das Kind dann elektrischen Schlägen ausgesetzt sein kann.

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Shampoos

Viele Shampoos enthalten Verbindungen, die sich als gesundheitsschädlich erwiesen haben oder im Verdacht stehen Krebs auszulösen. So kommen neben Formaldehyd (bzw. Formaldehydabspalter) auch halogenorganische Verbindungen in einigen Produkten vor. Nitromoschus-Verbindungen oder polyzyklische Moschusverbindungen, die in vielen Shampoos als synthetische Duftstoffe Verwendung finden, reichern sich im Körper, in der Muttermilch und in der Umwelt an. Am Beispiel von Moschus-Ambrette oder AETT konnte eine nervenschädigende Wirkung nachgewiesen werden. Allgemein wird eine zellschädigende Wirkung der Moschusverbindungen diskutiert. Obwohl bisher noch keine Ergebnisse über die Langzeitwirkungen vorliegen, werden Moschusverbindungen in vielen Shampoos, Cremes, Parfümes oder Waschmittelen eingesetzt.

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Zahnpasten

In Zahnpasten und Mundwässern befindet sich häufig das stark schäumende Tensid Natriumlaurylsulfat (NLS). Dieser Stoff zählt zu den am stärksten hautreizenden Tensiden und ist so aggressiv, daß er die Haut leicht aufquillt und zu Zahnfleischschäden führt. Außerdem werden NLS-behandelte Zähne durch Säuren leichter angreifbar, wodurch der Karies begünstigt wird. Einige Zahnpasten enthalten halogenorganische Verbindungen (besonders in Farbstoffen) und bakterienhemmende Wirkstoffe, die ein gesundheitliches Risikopotential tragen.

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